Der Hundeanhänger - Kriterien, die ich wichtig finde

Größe und Geometrie - jeder Hund verhält sich anders

 

Idealerweise testet man den Anhänger, bevor man ihn online bestellt. Schwierig bis unmöglich, ich weiß.

Der Hund sollte sich idealerweise hinlegen, denn dann ist der Schwerpunkt am niedrigsten und die Kippgefahr geringer. Manche Hunde mögen wahrscheinlich der Länge nach liegen und rausschauen, so wie mein Hund. Andere rollen sich vielleicht auch zusammen. Deshalb kann so pauschal keine Beurteilung abgegeben werden. Sitzend sollte der Hund in Kopfhöhe jedenfalls keine Einschränkung erfahren, so wie hier im Foto erkennbar.

Grundsätzlich gilt meiner Erfahrung nach NICHT "ist der Anhänger groß genug, fühlt sich der Hund darin wohl". Obwohl der Doggy Ride für Napoli mehr als groß genug ist, legt er sich in diesem nie hin.

Meiner Meinung nach sollte man mit der Einstellung an die Sache gehen, dass man den Hundeanhänger ggfs. auch überarbeitet: etwas weg schneidet oder etwas ergänzt. 

Denn wenn Hundi gerne mitfährt, macht die Sache erst richtig Spaß.

Das Verdeck - spielt in vielerlei Hinsicht eine große Rolle

 

Man möchte gar nicht meinen, auf wie vieles man hier achten kann. Ob es Taschen oder ähnlichen Schnickschnack gibt, ist das am wenigsten Entscheidende.

Auch hier gilt: es gibt kein pauschales "gut" oder "schlecht", denn abhängig vom Hund (z.B. Jagdverhalten -> es kann nur geschlossen gefahren werden) oder vom Fahrverhalten (z.B. häufiges Ein- und Aussteigen) gibt es unterschiedliche Kriterien, die das Verdeck erfüllen sollte. Für uns sind beispielsweise diese Aspekte wichtig:

  • Einstieg hinten zugänglich, ohne jedes Mal Hand anlegen zu müssen (weil Napoli ständig zwischen Laufen und Fahren wechseln darf)
  • nach vorne ein gewisser Auffangschutz für Bremsmanöver (Napoli fährt unangeleint)
  • vorne und oben offen ("Cabriofahren" ist für viele Hunde wichtig zum Wohlfühlen)
  • Sonnenschutz oben für heiße Tage, gute Belüftung

 

Kupplung und Deichsel - sicherheitsrelevante Teile

 

Hier trennt sich nun die Spreu vom Weizen und es gibt ganz klar ein "gut" und "schlecht". 

Wie die Fotos zeigen, gibt es gewaltige konzeptionelle Unterschiede, die nicht nur eine Rolle für das Handling spielen sondern auch sicherheitsrelevant sind. Denn die Kupplung muss nicht nur Rad und Anhänger zuverlässig verbinden. Je nach Machart hat sie auch Einfluss auf das Risiko des Kippens. In meinen Videos gehe ich deshalb sehr ausführlich darauf ein.

Das System des Croozer Dog ist sehr leicht bedienbar und technisch enorm aufwändig. Ebenso die Nachrüstkupplung von Weber.

Burley bietet ein simples System an, das ein klein wenig fummeliger zu handeln ist. Für mich ist aber ein anderer konzeptioneller Aspekt sehr viel wichtiger. Und diesen findet Ihr unter "Kippsicherheit".

Kupplung/Deichselsystem des Doggy Ride ist das deutlich einfachste. Nicht im Sinne von simpel, sondern von billig. Zum einen ebenfalls etwas fummelig. Zum anderen wird für die Rotation ein Federelement verbaut, dessen Haltbarkeit mir suspekt ist.

Räder - Schwachstelle bei Burley Tail Wagon

 

Über die Räder bräuchte man kaum ein Wort verlieren, wenn nicht Burley ein System mit Schnellspanner verarbeiten würde, das sich bei mir 3 mal gelöst hat. In Foren habe ich einen weiteren Eintrag mit derselben Problematik gelesen. Mehrere Rückfragen bei Burley in den USA ergaben nur Erstaunen und den Hinweis darauf, dass die entsprechende Achse wahrscheinlich abgenutzt war. Nur dumm, dass sich das Rad erstmals ganz zu Anfang gelöst hat.

Fahrverhalten 

 

Burley Tail Wagon und Croozer Dog sind sehr laufruhig. Der Croozer Dog liegt aufgrund seines größeren Gewichtes noch "satter" auf als der leichtere Burley Tail Wagon, der im leeren Zustand leichter "hüpft". Grundsätzlich kann man aber mit allen Anhängern auch Holperwege befahren. Hierzu möchte ich insbesondere auf die jeweiligen Videos verweisen.

 

 

Der Unterboden

Während Croozer Dog und Doggy Ride auf einer stabilen Kunststoffwanne basieren, ist beim Burley Tail Wagon lediglich eine Kunststoffplatte verarbeitet. Das ist alles völlig in Ordnung.

Burley Tail Wagon und Doggy Ride haben aufgrund ihrer Geometrie mehr Bodenfreiheit.  

In den Fotos ist zu erkennen, dass Burley Tail Wagon und Doggy Ride ein umlaufendes Alu- bzw. Metallprofil haben. Liegen Hindernisse im Weg, bleibt man in der Regel bereits mit diesem Profil hängen, so dass der Unterboden kaum leidet. Anders der Croozer Dog. Ohnehin tiefer gelegt als die anderen, ist seine textile Unterseite gar nicht geschützt und daher anfällig für Beschädigung. Das tut zwar der Gesamtstabilität keinen Abbruch, lässt sich im Zweifelsfall aber schlecht reparieren, meine ich.

 

Zusammenlegen und transportieren

Für den einen oder anderen mögen Zusammenlegen und Packmaß wichtige Kriterien

sein. 

Hier ist der Burley Tail Wagon eindeutig Spitzenreiter. Er ist ruck-zuck zusammengelegt und aufgrund seines geringen Gewichtes auch leicht zu heben.

Doggy Ride und Croozer Dog lassen sich etwas mühsamer, aber dafür völlig kompakt zusammen falten. Sie nehmen im Auto aber bereits deutlich mehr Platz weg. Und sind einfach schwerer zu heben.

Alle drei Anhänger sind zusammengeklappt gut hochkant im Keller zu verstauen.