Lange und einfache Wanderung von Bovec

Ein bisschen Kartenstudium, eine Portion Ungewissheit und auf geht's. Wie so häufig war auch auf dieser Tour nicht alles durchgeplant. Und meistens sind das die besten Unternehmungen.

Angenehm ist, wenn man vom Auto unabhängig ist. Auch deshalb schätze ich mein Rad mit Hundeanhänger. Durch Bovec hindurch und die ruhige Straße Richtung Pluzna hinauf kann der Hund sogar ohne Elektrobike gerade noch gezogen werden.

An einigen Abzweigungen nicht ausgeschildert, freut sich der, der ein GPS am Mann hat. Die Staubstraße, die als Versorgungsweg der Seilbahn angelegt wurde, ist breit, staubig und flach. Gesäumt nur von Büschen und niedrigen Bäumen ist sie nicht beschattet aber leider doch nicht aussichtsreich.

Nach rund 550 Höhenmetern und 10 Kilometern ist die Zwischenstation erreicht. Hier taucht der Wanderweg in den Wald ein und führt über einen schönen und schattigen Pfad nach Krnica.

Die einzige Hütte ist wohl ein Almgebäude. Weidevieh treffen wir allerdings nicht auf dem Weitermarsch.

Leider findet sich kein Wasser rund um das Gebäude.

 

Zunächst ist die Gegend von Almwiesen geprägt, später wird es zunehmend geröllig.

Wasserknappheit muss man leider in diese Wanderung einplanen. Kein einziger Bach, kein Brunnen. Und doch gefällt mir die Tour. Dieser Streckenabschnitt ist absolut einsam und sehr eindrücklich. Je mehr wir uns dem Sattel nähern, umso alpiner mutet die Landschaft an. Die Station des Sessellifts mit ihrem enormen Dach verspricht zumindest eins: Schatten. Der ist willkommen, denn im Kessel, in dem der Wanderpfad die gesamte Zeit verläuft, wird es ordentlich warm.

erstaunlich viele Pflänzchen trotzen dem kargen Boden
erstaunlich viele Pflänzchen trotzen dem kargen Boden

Genau auf dem Sattel verläuft die Grenze zu Italien. Fein säuberlich in den Schotter gezeichnet. Hier oben trifft man auf etliche Ausflügler; auch von der italienischen Seite heraufkommend. Der Blick hinunter ist ernüchternd. Bagger präparieren ein Skigebiet. Alles scheint nur auf den Winter zu warten.

 

Wer mag, kann ein Stück mit der Seilbahn in die Höhe gondeln. Der Pfad über die Felsplatten ist aber auch abwechslungsreich. 

 

An der Bergstation des Sesselliftes, dem höchsten, mit Hilfe erreichbaren Punkt, ist noch mehr los. Dank Bahn schaffen es auch schlecht ausgerüstete Urlauber in die Höhe und zu ihrem Selfiefoto auf dem Gipfel.

 

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