Mit Rad ins Krimmler Achental

Touristisch überlaufene Orte sind nicht so mein Ding. Krimml selbst könnte mich deshalb abschrecken. 

Ich kenne aber das Tal aus meiner Mountainbikerzeit, in der ich den Venediger dreimal in je zwei Tagen umrundet habe (-> siehe Achim Zahn).

Und dieses Mal will ich mit meinem Hund im Gepäck - oder besser im Anhänger - hinein.

 

Die unauffällige Auffahrt startet auf einem Parkplatz, gleich an der Gerlos Passstraße.

 

Die von Gletschern geprägte erste Steilstufe ins Tal hinein ist anstrengend. Zwei Busse mit Wanderern überholen mich. Die Gesichter sind erstaunt.

 

Nach knapp 4 Kilometern komme ich an eine Tunneleinfahrt.

Richtig! Ich erinnere mich, aber zu spät. Lampe habe ich keine dabei. Von hinten nähert sich ein Fahrzeug. Der Beifahrer öffnet die Tür und lädt mich ein, voraus zu fahren und mir so die Tunneldurchfahrt zu beleuchten. Wow! So etwas passiert nicht alle Tage!

Nach etwa 6 Kilometern ist die Steilstufe überwunden und es geht eher flach dahin. Hier ist Almengebiet; es gibt ab und an eine Jausenstation. Das Krimmler Tauernhaus taucht auf. Und je weiter man fährt um so einsamer wird es.

 

Hinten im Tal blocken die hohen 3000er auf. Eine gewaltige Kulisse.

Man mag nicht glauben, dass früher ein Saumweg über dieses unwirtliche Gelände führte, den die Menschen nutzen mussten, um diesen Alpenhauptkamm zu überqueren. Wie gut es uns doch heute geht. Wir können zum Spaß unsere Räder hinüber schleppen, wenn uns danach ist. Wir müssen den Weg aber nicht schlecht ausgerüstet und bei widrigen Verhältnissen gehen, weil wir damit Geld verdienen. 

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