Bike&Hike aus der Jachenau auf die Benediktenwand

Die Benediktenwand ist kein Geheimtipp! Noch nie war ich allein dort oben. Ist sie doch eines der nächsten Gipfelziele für Münchner. Und doch gibt es auch hier erstaunlich einsame Ecken. Dann nämlich, wenn man aus der Jachenau die steile Auffahrt mit dem Rad auf sich nimmt. 

Wir parken im Ort auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz. Einige lohnende Plätze sind von hier aus erreichbar (Hirschhörndlkopf, Rabenkopf, Wasserfall), weshalb der Platz an Wochenenden voll sein kann. 

Auf der Straße durchqueren wir den Ort noch einmal und biegen kurz danach links in den Forstweg ein. Eine gemächliche und hübsche Auffahrt, teils entlang der Große Laine, folgt nun für einige Kilometer. 

Nach knapp 5 Kilometern, hinter der Lainl Alm, wird der Weg steil und ist für mich mit normalem Rad und Anhänger nur noch in Teilstücken zu fahren. Der Belag ist jedoch gut und mit eBike fährt es sich leicht. 

Hier in der steilen Passage bereits wieder auf der Abfahrt
Hier in der steilen Passage bereits wieder auf der Abfahrt

An zwei schlecht beschilderten Abzweigungen halten wir uns rechts und kreuzen so den gut beschilderten Wanderweg. Gute 8 Kilometer und lediglich 400 Höhenmeter haben wir mit dem Rad zurück gelegt. Dennoch lohnt es sich, auf das Rad zurück zu greifen und nicht alles zu Fuß zurück zu legen.

 

Der sogenannte Westanstieg auf die "Benewand" ist nicht sonderlich spektakulär oder aussichtsreich. Bis zum Gipfel bewegt man sich überwiegend in den Latschen. 

Erst am höchsten Punkt eröffnen sich die schönen Voralpen als Rundumblick.

 

 

Mit jagdlich motivierten Hunden ist am gesamten Berg Vorsicht geboten. Es gibt Steinböcke und Gemsen.

 

Besonders gut gefällt mir die Schutzhütte unmittelbar am Gipfel weil  sie Hunden an sonnigen Tagen Schatten spendet.

 

 

Am Gipfel weisen Schilder darauf hin, dass für den Südabstieg Trittsicherheit erforderlich sei. Der Pfad ist aber nicht schwierig oder ausgesetzt. Ich finde das etwas übertrieben.

 

Weiter unten sieht man die Almgelände mit ihren Zufahrtswegen.

 

Auch die einfache Bichler Alm kann man schon bald ausmachen und sich auf die Einkehr freuen.

 

Junge Leute servieren gute Hausmannskost. Brunnenwasser für den Hund gibt es ebenfalls.

Der schönste Teil der Tour folgt nun. Wir queren am Südhang der Benediktenwand in lichtem Wald und über Almwiesen zurück zum Rad.

Ich hatte mir die Tour auf der Karte zusammen gestellt und war erstaunt, wie einsam dieser Abschnitt war. Während die Tutzinger Hütte auf der anderen Seite der Benediktenwand bei Radfahrern sehr beliebt ist, bin ich auf dieser Wanderung vergleichsweise wenigen Wanderern und noch weniger Radfahrern begegnet. Möglicherweise liegt es daran, dass die Anfahrt in die Jachenau eben doch um einiges weiter ist.

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