Mit dem Ein-Rad in die Berge

Am Wochenende begleitete meinen treuen Radlhund Napoli und mich zum ersten Mal ein einrädriger Lastanhänger: der Aevon UNO 100 Biketrailer.

 

Gleich beim Verladen des Fahrradanhängers in meinen VW Camper zeigte sich, wie erfreulich wenig Platz er benötigt. Schwupp, war das Leichtgewicht unter dem Bett verstaut. Lediglich der Bügel wird demontiert, der bei einem neuen Produkt zunächst noch stramm am Adapter sitzen kann.

  

Für den Fall eines Schauers ging der Regenschutz eines Trekkingrucksacks mit auf Tour, der – soviel war klar – lediglich die Matratze, nicht aber den Hund trocken halten würde. Der Plan war, dass wir einen solchen nassen Moment aussitzen würden. Aber dazu kam es glücklicherweise nicht. Dafür war es anderweitig spannend. 

  

Gleich zu Anfang zeigte sich, was so einen Einspuranhänger ausmacht. Ein schmaler Pfad durch hohes Gras führte uns vom Parkplatz zum Eingang des Schwarzenbachtals, das ich mir als Auffahrt zur Bichler Alm ausgesucht hatte.

Zunächst verlief die Fahrt ohne nennenswerte Steigung und asphaltiert. Mein kleiner Begleiter sollte daher im Anhänger mit fahren, damit es etwas schneller gehen würde. Dank des guten Fahrbahnbelages und der angenehm schattigen Strecke genoss er es, einmal nicht laufen zu müssen. Nur für Erfrischungsstopps am Bach kletterte er aus seinem Gefährt.

  

Irgendwann war der geteerte Abschnitt zu Ende und es wurde steiler. Schade auch. Für Napoli war nun Laufen angesagt, für mich hier und dort auch schieben. Denn noch verzichte ich auf Elektroanschub.

  

An der urigen Bichler Alm unterhalb der bayerischen Benediktenwand war ich schon einmal vorbei gewandert. Vor der Hütte sitzend hatte ich mir damals überlegt, dass sie ein gutes Ziel mit dem Rad wäre. Nur ließ sich auf meiner Karte nicht recht erkennen, welches der Fahrweg zur Alm war. Und so hatte ich am letzten Wochenende prompt die ungünstige Variante gewählt. Nun ja, zumindest für mich war diese Strecke sub-optimal.

 

Als sich der Forstweg in einen breiten Pfad verjüngte, freute ich mich zunächst über diese abwechslungsreiche Wegführung und nahm an, dass dies nur ein kurzes Verbindungsstück zum nächsten Fahrweg sei. Das war es auch. Nur wurde es richtig spannend und etwas länger als gedacht. Gleich vorab: mit zweirädrigem Anhänger hätte ich dieses Wegstück nur tragend bewältigt. Und es ist tatsächlich kein Spaß zuerst das Rad und dann den Anhänger auf dem Buckel zu befördern.

  

Nicht à la McAskill sondern schiebend und schwitzend manövrierte ich Rad und Co. über Steine und rutschigen Schotter. Auf einem schmalen Bergpfad ging es zunächst hinunter ins Talbett und dann wieder bergan, wo ich ziemlich erledigt eine Alm und einen Fahrweg erreichte. Napoli fand's toll, denn ihm kann es gar nicht trailig genug sein. Breite Schotterpisten findet er eben so langweilig, wie besagter Downhiller.

Für mich war zunächst mal Luft schnappen angesagt und die Sicht auf Benediktenwand und ins Lenggriesertal genießen. Eine allerletzte Rampe mit losem Schotter führte zur Bichler Alm hinauf. Eigentlich ein Schmarrn, Rad und Anhänger hier herauf zu bugsieren. Denn die Abfahrt würde eh kein Spaß werden und ganz sicher würde Napoli laufen müssen.

 

Der kurze Aufstieg von hier zum Gipfelkreuz ist etwas ruhiger als die anderen Zustiege zur Benediktenwand. Zudem ist die bewirtschaftete Alm noch eine wirklich einfache Jausenstation ohne Tam-Tam. Es gibt wenige Sitzgelegenheiten vor der winzigen Hütte. Bei schlechtem Wetter heißt es weiter gehen oder ein schneller Kaffee. Gastraum ist nämlich keiner vorhanden. 

 

So war es dann auch nach der Gipfeltour und einem wunderbaren hausgemachten Kaskuchen. Bergab ging es besser als gedacht und der Anhänger beeinträchtigte meine mäßigen Fahrkünste kein bisschen. 

Zwischenzeitlich hatte ich mich auch informiert, welches die Fahrstraße ins Tal hinaus war. Auch diese war kein Genuss und mein kleiner Freund musst sehr viel nebenher laufen. Doch angekommen in der Jachenau tat der Radanhänger seinen Dienst wie vorgesehen. Über 15 Kilometer Landstraße radelten wir gemächlich zurück zum Ausgangspunkt.

 

Ich liebe solche Unternehmungen mit einer Prise Expeditionsgefühl! Ein wunderbarer Tag.

 

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This weekend me and my experienced biker-dog Napoli took the Aevon UNO 100 biketrailer to the bavarian alps for the first time. Already when I packed the trailer into my little camper van, I was happy to see that it did take only little space. Less than a two-wheel. Easily it had been stowed away under the bed.

 

For the case of rain I took the protection of a back-pack with me. But this would only keep the mattress dry, not the dog – such was clear. The plan was, to wait for the rain to pass by. But we were luck this day. There was no rain.

 

Right in the beginning of our tour the one-wheel trailer could demonstrate its strenght when passing a narrow path in high gras. The following kilometers into the valley rolled leisurely on a paved road. Almost no slope. That‘s why Napoli had to stay in the trailer. That way it went faster and for him it was less exhausting. In the shade of trees I biked alongside the creek and stopped once in a while for some refreshment in the water. After a while pavement merged into gravel road and climbing began. As I do not have an ebike, Napoli has to walk uphill himself.

 

My target with the bike was an alp and starting there I wanted to hike up to the peak called „Benediktenwand“. I once came along this tiny alp and when taking a coke and cake in front of the hut, I thougt, it must be fun to bike up there. On my map I couldn‘t clearly see which of the accesses was the one for the cars and thus I decided for the wrong one.

 

When the gravel road led into a wider trail, I was happy for such a variety. Napoli always prefers single trails. He finds wide roads just boring. But then it became more and more a trail.....  and there was no alternative. As an adventurous person, now and then I am finding myself in such a situation where it is impossible to push the bike with the trailer connected. I can tell you, it‘s no fun to carry bike and trailer apart from each other over quite some distance! But this time I didn‘t have to! I manoeuvred my equipment up and down that challenging path. Mind you, I am not Danny McAskill. I pushed and pulled the trailer sweating heavily!

 

After a while I hit the gravel road again. Lucky me! I could take some breath before the road got very steep for the last curves up to the alp. Incredible that cars go up there! My perception has misled me to think, this might be a good target for a bike ride! Anyway, I pushed bike and trailer up this last section and – guess what? – was the only biker up there.

 

After a nice hike to the peak, some last snow for my dog, I had a delicious homemade cake in front of the hut. In the meantime I had found about the correct road and prepared for a long downhill. As this was also steep most of the time and stony, my little dog-friend had to run downwards a lot by himself. But in the end we had to bike back to the start on a 15 kilometer normal road. On this even surface with many hours of running, Napoli totally relaxed in his trailer and even closed his eyes.

 

I love these excursions with a portion of unplanned situations! It was a great day.

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