Wolfendorn -- Sagenhafte Militärwege

Wolfendorn, Südtirol, 2776 m, Bike&Hike

Achtung: kaum Wasserstellen für Hunde

Schon die Ansicht von Ferne macht Lust auf eine Besteigung. Wie ein Stachel - ein Dorn eben - ragt er über dem Brennerpass weit sichtbar gen Himmel. Auch von oben ist die Aussicht legendär. Über den gesamten Brenner Grenzkamm sieht man auf die hohen Gipfel der umliegenden Täler auf österreichischer und italienischer Seite. Auch als Skitour übrigens sehr beliebt.

Der Name - im Italienischen heißt der Berg Spina del Lupo - findet sich öfter in der Region. So startet ein Aufstieg am Gasthof Wolf, unweit der Brenner Passhöhe. Wer sich fragt, wie man an einem solchen Ort eine Lokalität eröffnen kann: das Haus stand nicht immer an dieser Stelle. Es wurde beim Bau der Brennerautobahn hierher verlegt. Solche und andere Geschichten erzählt einem der Wirt gerne während man die guten Spagetti Bolognese genießt.

Übernachten kann man im Wolf leider nicht. Der Gasthof Silbergasser in Brennerbad vermietet einfache Zimmer und ist eine ähnlich urige Herberge mit langer Tradition.

 

Ab dem Brennerpass lassen sich zwei Routen gut zur Rundtour kombinieren. Möchte man das Rad nehmen, sei gesagt, dass der Fahrweg über das Flatschjoch steil und nur für eBiker ein Spaß ist. Der schönere, Wanderweg führt über den Postkessel. Dieser ist aber nur für Downhiller bergab fahrbar.

Empfehlenswert ist die Aufstiegsvariante aus dem verträumten Pfitschertal über die Grubbergalm.

Von beiden Seiten bewältigt man ca. 1370 Höhenmeter.


Diese Auffahrt ist völlig verkehrsfrei, gut befestigt und mäßig steil, so dass sie auch mit normalem Rad und Hundeanhänger fahrbar ist. Zudem verläuft sie lange im Wald und bietet so ausreichend Schatten für den Hund. Erst an der privaten Grubbergalm bietet sich ein wunderbarer Blick auf die umliegenden Gipfel. 

Ab der Alm geht es zu Fuß über einen aussichtsreichen Wanderweg zu Brennermäuerl. Hin und wieder nimmt man die ersten Militärsteige war. Sehr verfallen - und doch. Schon allein die moderate Steigung gilt als Hinweis.

oben: die Militärwege lassen sich erahnen

rechts: die Grubbergalm, herrlich aussichtsreich gelegen


Am Brennermäuerl angekommen überwältigt die Aussicht auf den Grenzkamm und die österreichischen Berge. 

Richtig spannend wird der Streckenteil, der nun abwärts folgt und die Wanderung zu einer Rundtour macht. In Richtung Landshuter Europahütte folgt man den alten Militärpisten durch schroffe, alpine Landschaft und kommt sich vor, wie auf einem anderen Planeten.

Die Talabfahrt lässt sich dank der guten Bodenbeschaffenheit schnell überwinden.

Auch die Ankunft im Tal mindert nicht den Eindruck eines herrlichen Rad- und Wandertages. Denn das Pfitschertal ist unglaublich ruhig, beschaulich, dünn besiedelt. Am Talende machen die eindrucksvollen Gebirgszüge der Tuxeralpen Lust auf mehr.


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