2-Tages Radtour im Starnberger Land

Die Wettervorhersage noch für zwei Tage gut - ein kleines Zeitfenster.

Also, nichts wie ab. 

Schon länger habe ich vor, mit Frauchen eine Mehrtagestour mit Zelt und Hundeanhänger zu machen. Das Material liegt seit Jahren im Keller und schlau wäre, alles nochmal zu testen. Denn ein eingefleischter Zelter ist sie nicht.

Also hat sie letztens alles kurzentschlossen hervor gekramt und schnell eine Route zusammen gestellt. 

Mit Komoot nach Draußen

Unsere Touren sind seit längerem sauber dokumentiert und abgelegt. Nur würde ich eine Strecke auch gern auf der Karte eingezeichnet sehen. Komoot scheint hier die Lösung zu sein. Ein leicht anwendbares Tool mit durchdachten Features.

Fauchen, Rascheln und Zirpen - die Nacht ist nicht zum Schlafen da

Tiere verscheuche ich LIEBEND gern. So habe ich denn auch die ganze Nacht damit zugebracht, ein wachsames Ohr zu haben und gegebenenfalls ein Tier mit viel Gebell zu vertreiben. Anfangs hat Frauchen mich noch angeleint. Aber irgendwann war sie es anscheinend leid und ich durfte laufen so viel ich wollte. 

Frauchen hat am nächsten morgen nicht gut ausgeschaut und sie hat mir Leid getan.

An Tag 1 ging es erst Mittags los. Es war sehr warm und ich wollte möglichst schnell an die Isar. Dort Rast bis Abends machen und in der Kühle weiter. Wo Frauchen am Starnberger See einen geeigneten Zeltplatz finden wollte - who nows.

Isarplantschen

Bis zur Isar waren es rund 18 km, was mir in der Hitze trotz Sonnenschutz schon fast zuviel war. In schattigen Wäldern durfte ich laufen, ansonsten musste ich fahren. Daher haben wir es uns an der Isar erst mal richtig gut gehen lassen, bis es weiter ging.

Nach einigen ungeplanten Strecken-abschnitten sind wird denn auch an einem Uferbereich des Starnberger Sees gelandet, der sich zum Übernachten eignete. 


Wir hatten am nächsten Tag einen Termin, weshalb wir nach einem morgendlichen Bad im See - ok, ich bade ja eher nicht - gleich aufgebrochen sind. 

Lange kann man recht autofrei auf der Uferstraße entlang fahren und die Villen der Wohlhabenden bewundern. Hier und da schiebt sich ein altertümliches Gemäuer dazwischen, das an die spannende Zeit der Jahrhundertwende erinnert. Hier fällt mir das Buch von Oskar Maria Graf "Das Leben meiner Mutter" ein, welches genau über diese Gegend berichtet.


Fazit: ein gelungener Ausflug ohne zu viel Planung und Vorbereitung. Die Nacht war vielleicht etwas zu ungemütlich - dank einer defekten Isomatte und meiner wachsamen Art.


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